15. Juni 2017

GdP – Kreisgruppe Bodensee

Konstanz – Radolfzell – Singen – Friedrichshafen

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15. Juni 2017 | Bereich: Allgemein, Leitartikel | | Drucken |

14. Juni 2017

Bezirksjugend- und Frauenkonferenz in Berlin

Der neu gewählte Bezirksjugendvorstand nimmt seine Arbeit auf.

Heute startete der zweite und letzte Tag der Bezirksjugend- und Bezirksfrauenkonferenz. Als erstes wurden die Neuwahlen für die geschäftsführenden Vorstände abgeschlossen. In den geschäftsführenden Bezirksjugendvorstand wurden von den Delegierten gewählt:
Vorsitzender: Martin Friese, DG Bayern
Stellvertreter: Christian Moog, DG Koblenz
Stellvertreter: Pascal Nordgauer, DG Baden-Württemberg
Schriftführerin: Nicole Bögel, BZG Zoll
Stv. Schriftführer: Philipp Stock, DG Bayern
Beisitzer: Matthias Zimmermann, DG Bereitschaftspolizei
Beisitzer: Isabela Abazaj, DG Baden-Württemberg

 

Auch der geschäftsführende Bezirksfrauenvorstand hat sich neu formiert.

 

In den geschäftsführenden Bezirksfrauenvorstand wurden gewählt:
Vorsitzende: Martina Braum, DG Akademie
Stellvertreterin: Andrea Hornung, DG Mitteldeutschland
Stellvertreterin: Karin Dullnig, DG Hannover
Stellvertreterin: Sandra Neudert, DG Koblenz
Schriftführerin: Cindy Kremer, DG Küste
Stv. Schriftführerin: Sandra Seidel, DG Bereitschaftspolizei
Beisitzerin: Kathrin Arnold, BZG Zoll

 

 

 

Mit großem Dank und lautem Applaus wurden die scheidenden Vorstandsmitglieder verabschiedet. Aus dem bisherigen Bezirksfrauenvorstand verabschiedeten sich Carmen Kastner und Erika Krause-Schöne, die sich nicht erneut zur Wahl stellten. Erika Krause-Schöne wird der Frauengruppe jedoch als für Frauen zuständiges Mitglied der Geschäftsführenden Bezirksvorstandes erhalten bleiben. Aus der Jungen Gruppe verabschiedeten sich Christian Ollhoff, André Kutzner, Mirko Stegemann, Andreas Franzke, Daniel Schaufert, Michaela Wohlmuth und Stephan Burdeyko.

Der Großteil des letzten Tages war jedoch der inhaltlichen Arbeit vorbehalten: In beiden Konferenzen galt es noch über jeweils mehr als 30 Anträge zu entscheiden. Die beschlossenen Anträge bilden nun den Arbeitsauftrag für die neuen Vorstände in ihrer Amtszeit bis 2021. Inhaltlich standen bei er Jungen Gruppe Fragen der Berufsattraktivität für junge Beschäftigte im Vordergrund. Insbesondere eine Förderung des Tarifbereichs und der Perspektiven für Berufsanfänger in Verwaltung und Vollzug standen im Vordergrund. Die Bezirksjugendkonferenz sprach sich für eine nachhaltige Personalpolitik, die die Folgen des demografischen Wandels zur Grundlage der Personalplanung macht. Die Bezirksfrauenkonferenz beschäftigte sich inhaltlich vor allem mit den Themen Gewalt und mangelndem Respekt gegenüber weiblichen Beschäftigten in Bundespolizei, Zoll und BAG. Darüber hinaus ging es um Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Geschlechtergerechtigkeit im Beruf.


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9. Juni 2017

GdP erfolgreich bei Schmerzensgeldregelungen

rechtsschutz_kopie_stdIm Sommer vergangenen Jahres hatte die Gewerkschaft der Polizei durch zahlreiche politische Gespräche und hartnäckigen Einsatz in einem Beteiligungsgespräch wesentliche Verbesserungen bei der Erfüllungsübernahme bei Schmerzensgeldansprüchen durchgesetzt.

Mit der Einführung eines neuen § 78a Bundesbeamtengesetz, ist es nun für Beamtinnen und Beamte, die Opfer von Gewalttaten geworden sind und einen „titulierten, aber mangels Zahlungsfähigkeit des Schädigers nicht durchsetzbaren Schmerzensgeldanspruch gegen den Schädiger haben“, wesentlich leichter, einen Anspruch auf Zahlung des Schmerzensgelds gegen ihren Dienstherrn zu erhalten.

Nun bestand die Neuregelung ihren ersten Praxistest: Im ersten Verfahren bundesweit konnte ein GdP-Kollege der Bundespolizei davon profitieren.

Dem Kollegen waren von dem zuständigen Landgericht ein Schmerzensgeldanspruch in Höhe von 21.000 Euro zuerkannt worden. Mit Rechtschutz durch den GdP-Bezirk Bundespolizei stellte der Beamte seinen Antrag über Erfüllungsübernahme an das zuständige Service-Center der Generalzolldirektion, der nun positiv entschieden wurde.

Wir freuen uns für den Kollegen und hoffen, in Zukunft noch häufiger für einen gegenüber den Betroffenen fairen Ausgleich sorgen zu können!


9. Juni 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |

13. Mai 2017

Ermittlungsdienst und Kriminalitätsbekämpfung stärken!

KrimB-ErmD UrkundenIn den Bereichen Ermittlungsdienst und Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei sind derzeit 187 Dienstposten unbesetzt (Stand 1. April 2017). Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. In den kommenden fünf Jahren ist außerdem mit 309 altersbedingten Abgängen zu rechnen. Davon allein 60 in der Direktion Sankt Augustin.

In der Vorbemerkung zu ihrer Anfrage verweist die Fraktion explizit auf die Arbeit der Gewerkschaften: „In den letzten Jahren haben gewerkschaftliche Vertreter immer wieder auf die Nichtbesetzung von Dienstposten, eine nicht nachhaltige Personalentwicklung und eine daraus resultierende Aufgabenverdichtung bei der Bundespolizei hingewiesen.“

Die Antwort auf die genannten Probleme bleibt die Bundesregierung jedoch in Teilen schuldig. So heißt es auf die Frage nach der geplanten Besetzung dieser Stellen schlicht, die Bundespolizei sei „bemüht […] vakante Dienstposten […] unmittelbar zu besetzen“. Wie dies bei dem bereits gegenwärtig bestehenden und dem noch zu erwartenden Personalfehl gelingen soll, bleibt offen.

Fragen nach den Belastungen der vorhandenen Beschäftigten z.B. zu Krankheitstagen und Abordnungen beantwortet die Bundesregierung, mit dem Verweis, dass entsprechende statistische Erhebungen nicht verfügbar seien, nicht. Gleichzeitig räumt die Bundesregierung ein, dass von freiwilligen Verlängerungen nur wenige Kolleginnen und Kollegen Gebrauch machen. Der Transfer von Erfahrungswissen sei jedoch durch „das Wissensmanagement“ sichergestellt.

Für die GdP sind diese Auskünfte vollkommen unzureichend und zeigen ein mangelndes Problembewusstsein für die Situation der Bundespolizei.

Angesichts der Herausforderungen im Bereich der Inneren Sicherheit und der Folgen der Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren fordert die GdP neben der dringenden Besetzung der bestehenden Dienstposten eine Aufstockung des Anteils Ermittlungsbeamte von bisher 10 Prozent auf 15 Prozent des Streifenbeamtenanteils – nur so können beide Bereiche effektiv Kriminalität bekämpfen. Gemessen an der Anzahl der Kontroll- und StreifenbeamtInnen aus dem Jahr 2008 würden mindestens 850 zusätzliche PolizeivollzugsbeamtInnen  im Ermittlungsdienst benötigt.

Im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung ist eine dringende Anpassung der Personalstärke der Inspektionen, ausgerichtet am tatsächlichen Bedarf, erforderlich. Die Personalwirtschaft gilt es dahingehend zu flexibilisieren, dass die Möglichkeit sich weiter fachlich zu qualifizieren ohne Karrierenachteile besteht. Zudem gilt es endlich die bestehende Zusage umzusetzen, dass Beamtinnen und Beamte auch ihren Aufstieg beim Bundeskriminalamt machen können.

Unsere aktuellen Forderungen zu anderen Bereichen der Bundespolizei, zu Personal- und Sachhaushalt sowie den gesetzlichen Rahmenbedingungen findet Ihr ausführlich in unserem Konsoldierungsprogramm beschrieben.


13. Mai 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |

2. Mai 2017

Zu und über Beförderungen

phmzMit großem Erfolg haben wir uns für mehr Beförderungen eingesetzt. Insgesamt stehen der Bundespolizei im Haushaltsjahr 2017 über 6.000 Beförderungen zur Verfügung. Davon 5.769 Beförderungen für PolizeivollzugsbeamtInnen und weitere 381 für VerwaltungsbeamtInnen. Diese Beförderungen sind endlich auch eine Anerkennung für die hohen Belastungen, denen unsere Kolleginnen und Kollegen ausgesetzt sind.

So konnten wir eine deutlich bessere Dienstpostenbewertung durchsetzen und über das Parlament erreichen, dass tausende neue Planstellen beschlossen wurden, die der Bundesinnenminister noch nicht einmal gefordert hatte …

Vom BPOLP wurden für den Haushalt 2017 insgesamt 2.000 zusätzliche Planstellen beantragt, wovon nur 1.650 durch das BMI gegenüber dem BMF eingefordert wurden. Im Regierungsentwurf fand sich allerdings nur noch eine Mehrung von 1.270 Planstellen wieder. Viele Gespräche mit den Haushalts- und Innenpolitikern des Deutschen Bundestages wurden daraufhin durch Vertreterinnen und Vertreter der GdP geführt, so dass nach der Bereinigungssitzung ein Plus von insgesamt 1.970 Planstellen für die Bundespolizei verzeichnet werden konnte.

Die GdP setzte außerdem im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages durch, dass die neuen Stellen in 40 % gehobener Dienst und 60 % mittlerer Dienst aufgeteilt werden. So profitieren die Kolleginnen und Kollegen beider Laufbahngruppen von den Verbesserungen!

Wir haben weiter erreicht, dass die neuen Stellen nicht als Eingangsämter A7 bzw. A9g, sondern als Beförderungsstellen ausgeworfen werden. Daraus resultiert ein doppelter positiver Effekt: Neue Kolleginnen und Kollegen werden eingestellt und zugleich Kolleginnen und Kollegen des Stammpersonals befördert!

Weiteres Ergebnis der gewerkschaftlichen Arbeit:  die zusätzlichen Beförderungsplanstellen werden an den „Obergrenzen“ ausgerichtet! Wirkung: 50% der neuen Stellen im mD werden als PHM/PHMmz beschlossen; gleichzeitig Zuwachs bei A11, A12 und A13.

Die GdP setzte zusätzlich durch, dass in 2017/2018 weitere 800 Stellenhebungen vom mittleren in den gehobenen Dienst erfolgen. Doppelschlag-Erfolg: 800 zusätzliche Kurzaufstiege in zwei Jahren für den mD und 800 Zusatzbeförderungen nach A11,12 & 13 für den gD.

Durch die 800 Aufstiegsmöglichkeiten in die höhere Laufbahn und den Fakt, dass die Hebungen ausschließlich durch Planstellen der Wertigkeiten A7 & A8 kompensiert wurden, eröffnet zudem jede/r aufsteigende PHM/’in mit oder ohne Zulage weitere Beförderungs- bzw. Einweisungsmöglichkeiten im mittleren Dienst, so dass Beschäftigte beider Laufbahnen von den Hebungen profitieren: Die 800 Plus-Aufsteiger machen weitere 800 Beförderungen frei!

Die GdP vereinbarte zudem mit den Haushaltspolitikern, dass 200 zusätzliche Hebungen von A7 nach A9/A9mZ erfolgen. Für die, die da sind!


2. Mai 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |

27. April 2017

GdP-Stammtisch am Donnerstag 04. Mai 2017

bjaknUnser Stammtisch wird, (wie die Besucher der Mitgliederversammlung bereits wissen) auf den Donnerstag, 04.05.2017 verschoben. Wir haben einen Tisch im Konstanzer Brauhaus Johann Albrecht ab 17:30 Uhr für uns reserviert!
Ich freue mich auf Euer Kommen und ein Messing oder Kupfer mit Euch!
Das Brauhaus befindet sich in der Niederburg, Konradigasse 2

viele Grüße
Christian Baier


27. April 2017 | Bereich: Allgemein, Kreisgruppen-Stammtisch | | Drucken |

25. April 2017

Senioren auf Tour in Übersee und Überlingen, auf dem Apfel-Bähnle

stollenfuehrungMitte April besuchte eine kleinere Gruppe BP-Senioren davon -5- GdP-Mitglieder, der Bundespolizeiinspektion Konstanz mit Ehefrauen, wieder einmal ÜBERLINGEN am Nordufer des Bodensees. Die Exkursion war eigentlich für die in den letzten Jahren in Pension gegangenen Kollegen gedacht, die bisher den KZ-Stollen in Überlingen-Goldbach noch nicht besichtigt und die ländliche Apfelzügle-Fahrt mit anschließendem Vesper mit Nudelsuppe und Most etc. noch nicht miterlebt hatten. Bekannt wurde, dass manche Dienstgruppe im Rahmen des Betriebsausfluges beides schon durchgeführte. Dennoch trafen sich insgesamt 14 Personen an einem sonnigen, aber recht kühlen Apriltag. Um 10.00 Uhr besichtigten wir unter fachkundiger Führung von Herrn Bergmann die ehemalige Stollenanlage, die das damalige Nationalsozialistische Regime nach Bombardierung der für die Herstellung von Rüstungsgüter benutzten Werksanlagen in Friedrichshafen im Frühjahr 1944 geplant, ab Mitte 1944 bis April 1945 mit ca. 800 Häftlingen aus dem KZ Dachau in täglich zwei 12 Stunden-Arbeitsschichten unterirdisch bombensicher in einem ca. 4 Km langen Stollensystem wieder aufgebaut werden sollte. Etwa 200 Häftlinge überlebten die Haft- u. Arbeitsbedingungen nicht. 97 von ihnen sind auf dem KZ-Friedhof Birnau begraben. Lediglich 2 Häftlingen gelang noch kurz vor Ende des Krieges u. ihrer Befreiung die Flucht. Sie konnten sich immer nur nachts in den Singener Raum absetzen. Bei Ramsen überschritten sie die Grenze zur Schweiz. Als beide sicher waren, dass sie auf Schweizer Hoheitsgebiet waren, stellten sie sich dort der Schweizer Grenzwacht. (siehe dazu: www.Goldbacher Stollen.de)

Nach der Stollenbesichtigung fuhren wir zum Hofgut NEUHAUS bei ÜB-Lippertsreute. Dort erwartete uns um 13.30 Uhr die Fahrt mit dem Apfelzügle durch die Felder und Obstbauanlagen rund um das Hofgut Neuhaus. Vor der Abfahrt wurde durch ein reichhaltiges Bauernvesper und einer Nudelsuppe, dazu Most, Saft, Sprudel unser Hunger und Durst gestillt. In einer gut 1 ¼ stündigen Züglefahrt über die Felder, Obstanlagen und Streuobstwiesen brachte uns Herr Roth nicht nur die heutigen landwirtschaftlichen Begebenheiten im Anbau,

Bewirtschaftung und Vermarktung der Obstsorten verständlich näher, sondern ging auch in die Geschichte des Bauerntums ein. Anlass bezogen – tags zuvor herrschten Nachttemperaturen von minus 7°C und es lag eine ge-schlossene Schneedecke auf den Feldern seines Hofs – ging er auch auf die Probleme durch unbe-rechenbare Temperaturen in der Blütezeit und später in der Reife-/Erntezeit (Starkregen/Hagel) ein. Nach der Äpfelzügle-Fahrt blieb unseren Ehefrauen noch Zeit, im Hofladen landwirtschaftliche Produkte (Obst, Schmalz, Wurst, Brot u. insbesondere selbstgemachte Nudeln) einzukaufen. Auf der Rückfahrt machten wir auf dem Haldenhof (Gasthaus) – oberhalb von Sipplingen/Ludwigshafen – noch eine gemütliche Kaffeepause und ließen den Tag nochmals Revue passieren. Anregungen für nächste Ausflüge/Besichtigungen wurden bereits wieder geschmiedet. (HPS)


25. April 2017 | Bereich: Allgemein, Pensionäre, Veranstaltungen | | Drucken |

22. April 2017

Jörg Radek im MoMa zum Personalmangel der Polizei

Foto: Screenshot daserste.de

Berlin. In Nordrhein-Westfalen ist am Mittwoch der sogenannte Blitzermarathon ausgefallen. Zu wenig Personal sei der Grund, so die offizielle Begründung. Für den Schutz des AfD-Bundesparteitags am Wochenende in Köln würden etwa 4.000 Einsatzkräfte benötigt. „Das ist ein Abwägen zwischen dem Sichern des Versammlungsrechts und ebenso wichtiger Präventionsmaßnahmen im Straßenverkehr. Die in Düsseldorf getroffene Entscheidung stellt dar, wie groß die Überlastung der Polizei tatsächlich ist“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin.

Massive Einsparungen

Das Problem, Prioritäten bei Polizeiaufgaben setzen zu müssen, sei indes nicht kurzfristig entstanden, betonte Radek. Verantwortlich für die schlechte Personalsituation bei der Polizei seien die massiven Einsparungen im öffentlichen Dienst unter dem Titel der sogenannten Schuldenbremse sowie die auf die Polizei zu rollende Pensionierungswelle, betonte der GdP-Vize im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Das hätte man vor gut zehn Jahren noch steuern können, doch der politische Wille habe sich seit der Jahrtausendwende durch den Abbau von 16.000 Stellen bei der Polizei ausgedrückt.

Der GdP-Vize forderte eine nachhaltige Personalpolitik für die Polizei und eine Attraktivitätsoffensive für den Polizeiberuf. „Die Polizei muss am Ausbildungsmarkt wettbewerbsfähig sein.“ Der in der Politik zu spürende Stimmungswechsel, jetzt die Polizei stärker zu wollen, dürfe kein Strohfeuer bleiben, das nach der Bundestagswahl erlösche. Radek: „Die Innenminister müssen sich auf ein Programm ‚Innere Sicherheit‘ verständigen.“

Weiter auf dem Weg in eine Zweiklassengesellschaft in Sachen Sicherheit

Mitte März hatte die GdP gemeldet, dass nach eigenen Berechnungen im Jahre 2021 rund 12.000 Polizistinnen und Polizisten mehr im Dienst sein werden. Allerdings ergebe sich eine Schieflage zwischen Bund und Ländern.

Der GdP zufolge werden von 2015 bis 2021 fast 60.000 Polizeivollzugsbeamte in Bund und Ländern pensioniert. Das seien fast 30 Prozent aller Polizisten hierzulande. Dem stünden lediglich rund 72.000 neue Beamte gegenüber. Von den 12.000 neuen Kräften seien allein etwas mehr als 7.000 bei Bundespolizei und Bundeskriminalamt neu im Dienst. Die von der GdP geforderten 20.000 neuen Stellen würden damit bei weitem nicht erreicht.

Nach den Berechnungen der Gewerkschaft werden im Jahre 2021 nur Bayern (+2.014), Hessen (+1.679), Niedersachsen (+1.292), Schleswig-Holstein (+827) und der Stadtstaat Hamburg (+402) deutlich mehr Polizeibeamtinnen und -Beamte als noch 2015 in den täglichen Dienst schicken. Berlin (-517), Brandenburg (-441), Saarland (-203), Sachsen (-720), und Thüringen (-101) wiesen im Zeitraum von 2015 bis 2021 in der Gegenrechnung der Abgänge und Ernennungen von Polizeibeamten unter dem Strich Minuszahlen auf.

Geringere Personalsteigerungen seien in Nordrhein-Westfalen (+448), Baden-Württemberg (+204) und Sachsen-Anhalt (+178) zu verzeichnen. Die Zahl der Einsatzkräfte in Bremen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern stagnierten.

Einen beachtlichen Personalsprung vollziehe dagegen die Bundespolizei (+6.591). Auch das Bundeskriminalamt werde personell gestärkt (+541).

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sieht der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow Deutschland weiter auf dem Weg in eine Zweiklassengesellschaft in Sachen Sicherheit.

Hier geht es zum Beitrag im ARD Morgenmagazin.


22. April 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |

18. April 2017

GdP fordert klares Zeichen der Politik: Endlich Wochenarbeitszeit verringern!

In den letzten Jahren haben wir immer wieder auf die starke Überlastung der Bundespolizistinnen und -polizisten hingewiesen. Erst im März diesen Jahres hat die GdP alle Bundestagsfraktionen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass gerade auch die hohe Wochenarbeitszeit unsere Kolleginnen und Kollegen extrem belastet. Wir erkennen zwar an, dass die geplanten und bereits durchgeführten zusätzlichen Neueinstellungen zu einer Entlastung der Gesamtsituation beitragen können. Die GdP hatte sich vehement für die Aufstockung der Personalkapazitäten der Bundespolizei eingesetzt, um für aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser gewappnet zu sein und die Belastung in der Bundespolizei zu reduzieren.

Es bleibt aber weiterhin die hohe persönliche Belastung durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit und eine hohe Zahl der Überstunden.

Unser Schreiben hat die Fraktion Bündnis90/Die Grünen zum Anlass genommen, um in einer kleinen Anfrage nach der aktuellen Überlastungssituation in der Bundespolizei zu fragen.

Die Antworten sind bemerkenswert. Sie belegen die hohen Überstundenzahlen der Beamtinnen und Beamten und zeigen einen durchgängig hohen Krankenstand, der in den Bundespolizeidirektionen zwischen 9-13% liegt. Aus Sicht der GdP hat dieser Krankenstand seine Ursache zu großen Teilen in den hohen Belastungen für Körper und Psyche, denen unsere Kolleginnen und Kollegen dauerhaft ausgesetzt sind. Wir sehen zwischen der 2006 eingeführten Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit der Beamten, die zu massiven Planstellenstreichungen führte und der Entwicklung der Krankenstände einen deutlichen Zusammenhang.

Jörg Radek, Vorsitzender der GdP für die Bundespolizei bekräftigte daher seinen Appell an die Politik: “Es wäre ein richtiges und wichtiges Signal an die Kolleginnen und Kollegen, wenn die Fraktion sich für eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit der Bundespolizistinnen und Bundespolizisten einsetzen würden. Dies wäre ein starkes Signal der Anerkennung der Einsatzbereitschaft der Beamten in den zurückliegenden Jahren und ein positives Zeichen, Abhilfe in der jetzigen Belastungskrise zu schaffen.“ Die GdP werde, so Radek weiter, bei diesem Thema nicht locker lassen.

pdf Personalplanung und aktuelle Lage bei der Bundespolizei


18. April 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |

30. März 2017

Bundeskabinett beschließt Änderungen der ErschwerniszulagenVO

Die am 29. März 2017 vom Bundeskabinett beschlossene Novellierung der Er-schwerniszulagenverordnung (EZulV) sieht sowohl eine Erhöhung der Zulage bei bereits bestehenden Regelungen als auch die Aufnahme weiterer ausgleichwürdiger Erschwernistatbestände vor. Damit kommt das Bundeskabinett nun endlich langjährigen Forderungen der GdP nach. Bereits Ende Januar hatten wir gemeinsam mit dem DGB eine umfassende Stellungnahme zum Gesetzentwurf eingebracht und uns auch persönlich beim Beteiligungsgespräch der Spitzenorganisationen im Februar noch für weitere Anpassungen des Ge-setzesentwurfs stark gemacht. (more…)


30. März 2017 | Bereich: Allgemein | | Drucken |